Was ist Sodbrennen?

Sodbrennen bezeichnet die Folge des Rückflusses von Magensaft in die Speiseröhre. Dieses Phänomen wird auch als Reflux bezeichnet. Beim Sodbrennen entsteht ein unangenehmes, brennendes Gefühl, das im Bereich hinter dem Brustbein zwischen Bauch und Speiseröhre auftreten kann. Manchmal gelangt etwas Magensaft bis in den Mundraum.

Anatomische Voraussetzungen

Das Zurückfließen des zur Abtötung von Bakterien notwendigen Magensaftes in die Speiseröhre soll normalerweise durch einen Schließmuskel, den sogenannten Ösophagussphinkter, verhindert werden. Dieses Ventil trennt Magen und Speiseröhre und ermöglicht den Durchlass der Speisen und verhindert deren Rückfluss und die Verätzung der empfindlichen Speiseröhre durch den salzsäurehaltigen Magensaft. Der Magen selber ist mit einer Schleimhaut ausgestattet, die einen permanenten Angriff der Säure verhindert.

Auftreten von Sodbrennen

Sodbrennen kann zeitlich begrenzt oder permanent auftreten. Leichtes Sodbrennen kennen viele Menschen nach zu fettigem oder saurem Essen oder dem Verzehr einer größeren Menge Kaffee. Auch Alkohol und Zigaretten, die Einnahme bestimmter Medikamente oder Übergewicht können das Sodbrennen verursachen. In den westlichen Ländern berichtet etwa ein Viertel aller Menschen über mindestens monatliches Sodbrennen nach dem Essen oder dem Konsum von Genussmitteln. Verschiedene Lebensmittel begünstigen das Entstehen von Sodbrennen. Auch körperliche oder psychische Störungen sowie Situationen wie Stress können Sodbrennen auslösen.

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Viele Frauen berichten über ein verstärktes Auftreten von Sodbrennen in der Schwangerschaft. Durch das Wachsen der Gebärmutter kann Druck auf den Magen entstehen, der den Magensaft in Richtung Speiseröhre drückt und durch die gleichzeitige Erschlaffung des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre Sodbrennen begünstigt. Schätzungen ergeben, dass etwa die Hälfte aller Schwangeren an verstärktem Sodbrennen leiden, das sich nach der Entbindung in der Regel wieder legt.

Refluxerkrankung oder chronisches Sodbrennen

Tritt Sodbrennen chronisch auf, kann eine sogenannte gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD – Gastroesophageal Reflux Disease) vorliegen, die durch eine permanente Schwäche des Speiseröhrenschließmuskels bedingt ist. Diese zu den häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen gehörende Krankheit muss behandelt werden, um das Risiko für Geschwüre und der Ausbildung von Krebserkrankungen wie etwa Speiseröhrenkrebs aufgrund der dauerhaften Entzündung der Speiseröhre zu vermeiden.

Nächtliche Beschwerden

Da die Magensäure im liegenden Zustand des Körpers leichter in die Speiseröhre zurückfließen kann, tritt Sodbrennen häufig nachts auf und ist an unerklärlicher Heiserkeit am Morgen erkennbar. Eine Erhöhung des Kopfteils des Bettes kann hier schon Abhilfe schaffen. Auch die Tatsache, dass Nahrung Magensaft bindet, führt dazu, dass das Sodbrennen erst auftritt, wenn keine Nahrungsaufnahme mehr stattfindet. Auch wenn das Sodbrennen nachts nicht unbedingt bewusst wahrgenommen wird, kann es zu Schlafstörungen führen und unbehandelt auch für die Entstehung von Geschwüren verantwortlich sein.

Barbara Kliem

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Sodbrennen-News von Curado.de

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